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Die Geschichte zu

Roccosound“













Boehm und Pan – die französische Tradition, der eigene Ton 


Für einmal ein persönlicher Beitrag der anderen Art: Ich habe die grosse Freude, hier die neue CD meiner Schwester, der Flötistin Ursula Büttiker und ihrer Partnerin am Klavier, Minako Matsuura, präsentieren zu dürfen. Zur Werkwahl schreibt die Flötistin: „Im Zentrum steht die Boehmflöte im Spiegel der Entwicklungen und Neuerungen ihres genialen Erfinders, Theobald Boehm. Ohne diese wäre der Reichtum an Flötenliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts mit ihrem grossen Ausdrucksspektrum von schlichter Lyrik (Jules Mouquet) bis zum romantisch Virtuosen (Bernhard Molique), von schillerndem Klangkolorit (Jules Mouquets „La Flûte de Pan“) bis zum tänzerisch verspielten Raffinement (Pierre Camus) vollkommen undenkbar. Die Élégie op. 8, Theobald Boehms letzte Komposition, erklingt denn auch mit Recht als finales Stück auf der CD: rückblickend, melancholisch weite Bögen spannend, noch einmal Mal leidenschaftlich aufbäumend, abschliessend, versöhnend.“


Information zur CD und Porträt hier                              

In der Kammermusik-Werkstatt


Von Stephan Goerners reicher Erfahrung als Cellist des Carmina Quartetts profitieren die Studierenden der ZHdK. Mit ihm suchen sie nach einer gültigen Interpretation eines Werks, von dem es keine Aufnahmen gibt, aber die Entdeckung lohnt: Das erste Streichquartett des berühmten Cellisten und Komponisten Gaspar Cassado, das sie im Konzert präsentieren werden.


Bericht im PDF hier


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Bild : © Herbert Büttiker

Farbiges Spektakel, berührende Szenen

„The King and I“ ist für die Szenografen eine Steilvorlage. Die Produktion, die 2015 am Lincoln Center Theatre Premiere hatte, präsentiert mit atmosphärischem Bühnenbau, Kostümen und Choreografie ein spektakuläres Bilderbuch. Aber Rodgers‘ und Hammersteins Musical ist mehr als eine pseudo-folkloristische Schau. Die Geschichte, die sie erzählen, hat mit starken Frauen zu tun. Anna Leonowens hat tatsächlich als Erzieherin am Hof in Bangkok des 19. Jahrhunderts gewirkt, und die Amerikanerin Margaret Landon, die ihre Geschichte zum Roman verarbeitet hat, war eine engagierte Frauenrechtlerin und  Apartheidsgegnerin. „King and I“ ist auf diesem Hintergrund auch heute aktuell, und die Aufführung im Theater 11 vermittelt musikalisch eindrücklich, worum es geht. 


Bericht hier


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Bild : © Matthew Murphy

Vergesst nicht die Toten

Der Kammerchor Winterthur in der Dorfkirche Veltheim         24. 11. 2019


Das Kirchenjahr  reserviert den letzten Sonntag vor Advent zum Gedenken an die Verstorbenen. Mit Lyrik des 20. Jahrhunderts, die von der Glaubenssicherheit weit entfernt den Todd befragt, und Chorwerken der Spätromantik von Peter Cornelius, Hugo Wolf und Max Reger, deren Todesbetrachtungen ebenfalls einen weiten Kreis ausschreiten, stand das Konzert des Kammerchors nicht so sehr im Zeichen des Kirchenjahrs, sondern  im Zeichen der Schönheit musikalisch herausfordernder Aufgaben und der Offenheit existenzieller Fragen.


Bericht am 27. 11. in „Der Landbote“ und  im PDF hier


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Bild : © Herbert Büttiker

B & B

Konzert des Musikkollegiums   4. 12. 2019


Das Beethoven-Jahr steht vor der Tür oder es hat schon begonnen, im Musikkollegium mit einer Mischung aus Repertoire-Standard und originellen Beiträgen: B & B hiess in diesem Fall Beethoven und Busoni, dem auch ein Spätkonzert gewidmet war. Busoni sah Beethoven zusammen mit Bach als die grossen Komponisten, die der „Urmusik“ am nächsten verwandt waren. Der Urmusik widmete sich Beethoven jedenfalls allegorisch mit dem Ballett „Die Geschöpfen des Prometheus“, in dem Orpheus und die Musen ihren Auftritt haben.


Bericht am 6. 12. in „Der Landbote“ und  im PDF hier

Weiter Bilder hier


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Bild : © Herbert Büttiker

Die alte Geschichte immer wieder neu

Jacques Offenbachs „La Belle Hélène“ im Theater St. Gallen  7. 12. 2019


Das Offenbach-Jahr geht zu Ende, Silvester naht: Es ist der ideale Zeitpunkt, um die schöne Helena auf die Bühne zu bitten. Der Ehebruch der Operettenheldin führt ja auch nicht zum trojanischen Krieg, sondern zum grossen Applaus für einen aspektreich unterhaltsamen Abend.



Bericht  im PDF hier


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Bild : © Andreas J. Etter

Der Alte  und die Junge

Gaetano Donizettis „Don Pasquale“ im Opernhaus Zürich   8. 12. 2019


Die Intrige der Oper ist an so vielen Haaren herbeigezogen, wie sie Don Pasquale noch auf dem Kopf trägt. Der Regisseur Christof Loy  sieht denn auch weniger die Intrige als das bekannte Muster „Reicher, älterer Mann heiratet junge, hübsche Frau“.  Das ergibt einen spannenden Opernabend, zumal Johannes Martin Kränzle und Julie Fuchs alles dazu haben, genau diese Konstellation in den Bühnenraum zu stellen – auf Kosten des romantischen Konzepts von Donizetti, der mit allem melodischem Zauber einer charismatischen Tenorpartie der Liebe des jungen Paars die Palme reicht. Aber wie auch immer, musikalisch prägt den Abend das  erstklassige Sängertrio, zu dem der Tenor Mingjie Lei fraglos gehört, und das unter der Leitung von Enrique Mazzola in ein wunderbar stimmiges Klangbild eingebettet ist.


Bericht  im PDF hier


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Bild : © Monica Rittershaus

Szenen des verpassten Lebens

Das Theater Freiburg zu Gast in Winterthur   11. 12. 2019


Mit seiner Inszenierung von Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“, die im Herbst 2018 Premiere  hatte, gastiert das Theater Freiburg seit längerem wieder einmal in Winterthur. Mit im Tross ist die starke Orchesterbesetzung, ein stimmgewaltiger Chor, ein hochkarätiges Solistenensemble und viel Material für ein Bühnenbild, das die Geschichte im Spagat zwischen Scheune und mondäner Kunstgalerie iin Gegenwartsnähe rückt.


Bericht  am 13. 12. in „Der Landbote“ und im PDF hier


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ZUM JAHRESWECHSEL

Eigentlich ist die Zäsur ja ein Phantom, Party und feierlicher Moment könnten beliebig vertagt werden. Aber die zwölf Schläge an Silvester haben ihre Magie, ob sie vom Dorfkirchlein oder der Kathedrale gezählt werden. Sie sind der Orakelspruch, den niemand versteht. Was erwartet uns? Was erwartet die Welt? Was zum Beispiel sagt Big Ben seinen Landsleuten? Wegen der Renovationsarbeiten, die noch bis 2021 dauern, schweigt er zurzeit vom hohen Turm herab, und das ist seine feine Ironie zur Lage im Königreich. In der Silvesternacht aber soll er ausnahmsweise wieder schlagen. Und? Die Briten haben sich die Agenda für 2020 zurechtgelegt. Dennoch wird The Great Bell zur Zukunft zwölffach nur dunkel raunen. Immerhin treffen die Schläge – da hat London sein Glück mit den Westminster Quarters – die Ohren nicht unvorbereitet: Voraus geht die berühmte Uhrenmelodie, gebaut aus vier Tönen, die sich in den Varianten ihrer Abfolge von Viertelstunde zu Viertelstunde zum Ganzen fügt und dann wieder von vorne beginnt – ein endloses Spiel, wie ein ewiger Herzschlag der Welt.

In diese Sinn:

Auf ein glückliches neues Jahre und allen in allem Guten nur das Beste.

Roccosound.ch

Neujahrs- und Wunschkonzert

Konzert des Musikkollegiums Winterthur mit Sergei Nakariakov und Dmitri Jurowski  8. 1. 2020


Vorgesehen war für die Leitung des Konzerts die estnische Dirigentin Kristiina Poska, die Basler Musikdirektorin. Für sie eingesprungen ist Dmitri Jurowski, der in der vergangenen  Saison das Musikkollegium erstmals dirigiert hatte. Für das Programm ergaben sich damit kleinere Änderungen. Sprach die energie- und glanzvolle Konzerteröffnung mit dem Star-Trompeter Sergei Nakariakov und dem Trompetenkonzert des Armeniers Alexander Arutiunian wie vorgesehen  für eine Art Fanfare und Sehnsuchtsmusik zum neuen Jahr, folgte nun an zweiter Stelle statt Schostakowitsch  ein Wunschkonzert-Hit: Franz Schmidts Intermezzo zur Oper “Notre Dame“ – schön das Stück so intensiv ausgekostet einmal im Konzert zu hören. Das  Weitere war Mozart, das 4. Hornkonzert, die Ouvertüre zu „Apollo et Hyacinthus“ KV 18 und die Sinfonie in A-Dur, KV201 – wunderbare Musik, die für alles gut ist, ob Neujahrs-, Wunsch oder einfach Abonnementskonzert.


Besprechung in „Der Landbote“ online und am 10. Januar in der Print-Ausgabe sowie hier im PDF

Zur Bildchronik Musikkollegium hier

Bild : © Herbert Büttiker

Bild : © Herbert Büttiker,  2017